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«Jürgen Dormann / Fred Kindle Sperrfrist bis 12.05.2005, 10:00 Uhr CET Es gilt das gesprochene Wort Meine sehr geehrten Damen und Herren 2004 war ...»

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Bei einem Termin vor dem Konkursrichter Anfangs April wurde den Parteien eine Frist von 60 Tagen gesetzt, um einen angepassten Plan vorzulegen. Demnach werden wir voraussichtlich im Juni den neuen Vergleichs- und Reorganisationsplan vorlegen.

Wir sind überzeugt, dass dieser die Fragen und Einwände des Berufungsgerichts vom Dezember letzten Jahres vollumfänglich beantworten wird und die Basis für eine einvernehmliche Lösung darstellt.

Auch wenn wir heute noch nicht sagen können, wann wir einen definitiven Schlussstrich ziehen können, ist gewiss, dass wir heute einer endgültigen Lösung näher denn je sind. Jetzt liegt es an uns, mit etwas Geduld das letzte Kapitel zu einem guten Ende zu führen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich komme jetzt zu einem wichtigen Anliegen und möchte Ihnen kurz einige Gedanken zur Zukunft von ABB darlegen.

Einen Strategieplan für die nächsten Jahre werden wir wie wir es im Quartalsbericht angekündigt haben im September vorlegen.

Darin sollen die Ziele für den Zeitraum bis 2009 festgelegt werden und wir werden unsere Überlegungen über die Entwicklungen unserer Geschäfte und der Märkte erläutern.

Fest steht schon heute ABB wird sich weiter kontinuierlich entwickeln und verbessern müssen.

Revolutionäre Änderungen hingegen sind nicht in Sicht. Unser Ziel ist eine stetige Weiterentwicklung unseres Geschäfts, ausgehend von den bestehenden Aktivitäten in den zwei Kernbereichen Energietechnik und Automationstechnik.

In den letzten 10 Jahren hat es bei ABB zu viele strategische und organisatorische Veränderungen gegeben.

Selbstverständlich ist es unsere Pflicht, uns neuen Herausforderungen anzupassen, sie sogar zu antizipieren.Das werden wir auch weiterhin tun.

Was Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner jetzt nach der geglückten Wende hingegen wollen und was die ABB tatsächlich braucht, ist Kontinuität und Stabilität anstelle von Knalleffekten.

Lassen Sie mich nochmals feststellen. Unser Unternehmen ist heute gut aufgestellt.

Die Nachfragen in den Märkten ist gut. Der Name ABB hat bei den Kunden nach wie vor enorme Leuchtkraft dank unser Spitzentechnologien und der globalen Kundennähe.

Das Portfolio ist gut ausgewogen, wir können einen bedeutenden Beitrag leisten zur Verbesserung der Stromnetze, zu höherer Leistung und reduzierter Umweltbelastung in der Industrie.

Der Bedarf an Investitionen in Stromnetze und für Produktivitätssteigerung in der Industrie bleibt trotz der möglichen Konjunkturzyklen strukturell gross.

Wie die Verbesserung unserer operativen Ergebnisse in den letzten zwei Jahren deutlich zeigt, hat ABB seinen Weg in die Zukunft gefunden.

Wir werden die Chancen nutzen und uns nicht zurücklehnen. Auch nach der erfolgreichen Wende bleibt genug zu tun.

Vorrangig sind meines Erachtens die nachhaltige Verbesserung der operativen Effizienz.

Was meine ich hiermit?

ABB war nach der Gründung 1988 eine Wachstumsmaschine, die allseits grosse Euphorie bewirkte. Ausgehend von einem starken Marketing, guten Marktpositionen, und ausgezeichneten Beziehungen zu den Kunden wurde der Name ABB zum Synonym für herausragende Technologie und eine dynamische Firma.

Das sind Stärken,die wir weiterhin pflegen werden. Leider wurde lange übersehen, dass das operative Resultat vergleichsweise enttäuschend war. Hierfür gab es viele Gründe, aber im Wesentlichen lag es daran, dass die internen Prozesse nicht genügend effizient konzipiert und zuwenig diszipliniert ausgeführt wurden.

Eine sehr komplexe Struktur mit zu vielen Profit Centern und die einhergehende oftmals unklare Verantwortlichkeit wurden zunehmend zu einem Problem.

Dies bewirkte wiederum mangelnde Kostendisziplin, schwaches Risikomanagement und zähe Abläufe und so blieben in diesem extrem dezentral organisierten Unternehmen, der ABB der 90iger Jahre, die operativen Margen stets auf bescheidenem Niveau.

Die ABB wird auch in Zukunft eine Firma mit dezentralen Strukturen bleiben. Aber wir werden die Gemeinsamkeiten in unseren Geschäften stärker nutzen müssen.

Zudem werden neben dem Fokus auf Wachstum auch die Themen interne Effizienz und Kostenoptimierung an Bedeutung gewinnen.

Die seit einiger Zeit eingeleiteten weitergehenden Kostensenkungen sind ein Beispiel dafür. Sie finden auf allen Ebenen statt und beinhalten auch eine Senkung der unakzeptabel hohen Konzernkosten.

Meine Devise und dies wissen inzwischen meine Kolleginnen und Kollegen ist dass jeder mit den Ressourcen der ABB so umzugehen hat als wenn es seine eigene Firma wäre.

Dieser einfache Leitsatz ist ein hilfreiches Leitmotiv im täglichen Entscheiden und Handeln. Durch seine Anwendung lässt sich rasch verdeutlichen, wo eine aktive Veränderung angezeigt ist. Und zwar nicht nur auf Stufe der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ABB an der Basis, sondern auch im mittleren und oberen Management.

Eine Änderung in Abläufen und Prozessen, in Systemen und Zielsetzungen bedingt auch einen gewissen Wandel in der Firmenkultur. Damit haben meine Kollegen unter der Leitung von Jürgen Dormann bereits angefangen.

Diesen Ansatz werde ich vertieft weiterführen. Ein Beispiel dazu ist der Aspekt der Teamarbeit. Die Unternehmensspitze hat zwar eine bedeutende Rolle als Katalysator in Veränderungsprozessen.

Der Verwaltungsrat oder der Konzernchef können entscheidende Veränderungen einleiten – oder sie auch verhindern. Letztlich muss ein Unternehmen aber in einer Teamarbeit in eine erfolgreiche Zukunft geführt werden.

Es wird mir persönlich ein Anliegen sein, zusammen mit dem Verwaltungsrat und meinen Kollegen in der Konzernleitung transparent und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Meine Damen und Herren, wir müssen die angestammten Wachstumstugenden der ABB mit einer konsequenter Effizienzsteigerung verknüpfen.

Nach dem Turnaround verbessern wir in der jetzigen Phase der Stabilisierung unsere Abläufe und unterstützenden Strukturen.

Wir wollen mehr Transparenz und Verlässlichkeit im Unternehmenssystem bevor wir einen neuen Abschnitt mit beschleunigtem Wachstum einleiten dürfen.

Die Erreichung unserer Ziele in 2005 ist heute die wichtigste kurzfristige Messlatte.

Was wir versprochen haben müssen wir auch einhalten. Davon hängt letztlich die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und seiner Leitung ab.

Und diese Glaubwürdigkeit bei unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unseren Kapitalgebern ist letztlich das höchste Gut.

Das laufende Jahr wollen wir dazu nutzen, um das Erreichte zu festigen und einen angemessenen Gewinn zu erzielen und uns für ehrgeizigere nächste Schritte fit machen.

ABB ist auf dem Wege, das Potential seiner grossen Substanz umzusetzen und ich freue mich als Vorsitzender der Konzernleitung die Entwicklung der ABB langfristig mitgestalten zu können.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, zum Schluss gilt mein Dank Ihnen als Aktionäre, die an die ABB und ihre Zukunftsperspektiven glauben.

Unseren Kunden, die täglich unseren Produkten und Dienstleistungen vertrauen und, last but not least, den ABB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den vorangegangenen Krisenzeiten bewiesen haben, dass die ABB zu Recht zu den besten Ingenieurunternehmen der Welt zählt.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.



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