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«Die Winterreise Seminarbericht, Mitschrift und Collage Kompaktseminar 2007.54 in Köln Schubert: Die Winterreise Fragt man Interpreten wie Publikum: ...»

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In Takt 45 beginnt das Elend mit einem fis, statt dem erwarteten c. Dieser,,Höchstton" im Stück markiert den finalen Spannungshöhepunkt - den Schrei in höchster Verzweiflung. Eventuell kann man hier auch schon das Todesereignis vermuten, da direkt nach dieser Phrase wieder ein Wechsel zum pianissimo stattfindet und das Lied mit einen kurzen Nachspiel (letztem Atemzug), welches dem Vorspiel ähnelt, endet. Zudem folgt diesem fis zugleich der tiefste Ton das Kontra-fis, dass alles in die tiefe reisst.

Besondere Emphase ist in diesem Abschnitt auf die Unterstreichung der Wörter,,Ruhe" und,,Licht" gelegt worden. Dies sind die unerträglichen Dinge im Leben dieses Menschen. Dies ist es, was sein Herz schmerzen lässt und es ihm am Ende zerreisst.

Die musikalische Umsetzung Schuberts ist dabei durch die Pause in der Begleitung nach,,licht" bzw. auf die zweite Silbe von,,Ruhe" geprägt.

Dieses kurze Aussetzen jeglicher Musik erzeugt eine Ruhe, die im Hörer das Verlangen nach einer Fortführung weckt. Diese erfolgt dann auch, jedoch in einem Intervall von einer kleinen Sekunde, was ein sehr dissonanten Klang erweckt und den Schmerz dieser Worte verdeutlicht.

Desweiteren wird diese zweite Zählzeit akzentuiert, um eine zusätzliche Verstärkung zu erzeugen.

Insgesamt gesehen ist,,Einsamkeit" die Verbildlichung Franz Schuberts und von seinem Leiden. Schuberts Einsamkeit, die Schmerzen seiner Krankheit, die schwere Last nach dem Tod Beethovens - all das lässt sich hier wiederfinden.

Ebenso, wie die typischen Merkmale der Romantik. Der Bezug auf die geschichtlichen Ereignisse von 1789 und 1815 lässt sich in der dritten Strophe deutlich erkennen und die aufwendige Akkordstruktur in diesem Teil ist ebenfalls ein klares Merkmal der Romantik.

Schubert hätte hier bereits den Schlusspunkt seines Liederzyklus setzen können, denn die Dramatik und der abfallende Schluss geben dazu durchaus die Vorlage.

Doch wie in der gesamten Romantik, soll auch hier das gesamte Leid des Menschen und auch die zeitliche Länge von Schuberts Leid zum Ausdruck kommen, weshalb nach dem Schluss von,,Einsamkeit" der Zyklus mit,,Die Post" wieder aufgenommen wird. Dieses Lied in Dur greift noch einmal die vergangene Liebe auf; zeigt wieder Leben im Herz und hält somit den Zyklus am Leben und führt ihn weiter in weiteres Leid, wobei die Täuschungen sich häufen und der Mensch immer tiefer in seine Verzweiflung läuft. Diese Häufung von Liedern in Dur (6 von 12) kann ebenfalls auf Schubert übertragen werden, wenn man sie als die Tage interpretiert, an denen die Hoffnung in ihm keimt auf weniger Schmerzen oder Erlösung. Es sind vielleicht die falschen Hoffnungen, an die man sich klammert, wenn man dem Ende nahe ist. Die,,Winterreise" klingt dann schliesslich mit dem,,Leiermann" aus - ein Symbol für das immer wiederkehrende Leid und das Wandern im Kreis mit nur einem Ziel: dem Tod.

Bereits 1828 stirbt Schubert dann und findet damit vielleicht die Erlösung, die während des gesamten Zyklus herbeigesehnt wird.

Exkurs: Intermedialität und Synästhesie in der Literatur der Romantik Franz Schubert und "Die Winterreise" Franz Schubert wird am 31. Januar 1797 als Sohn eines Vorstadtlehrers in Wien geboren. Ersten Geigen- und Klavierunterricht erhält er von seinem Vater, später findet er im Hofkapellmeister Antonio Salieri einen Förderer und Lehrer. Bis ss8ss7 ist Schubert als Hilfslehrer an der Schule seines Vaters beschäftigt, danach ist er als freier Komponist in Wien tätig. Ohne feste Anstellung, um die er sich jedoch zeitlebens bemüht, lebt er in bescheidenen Verhältnissen. Der Freundes-kreis, der sich um Franz Schubert bildet und ihn auch finanziell unterstützt, trifft sich zur Beschäftigung mit Kunst, Literatur und Musik zu den so genannten „Schubertiaden“.

Mit über 600 Kompositionen ist das Lied die zentrale Gattung in Schuberts Schaffensprozess und Werdegang und erreicht durch ihn ein neues künstlerisches Niveau. 1827 entsteht Schuberts Liederzyklus "Die Winterreise", die Vertonung des Gedichtzyklus von Wilhelm Müller. Am ss9. November 1828 stirbt Schubert wahrscheinlich an den Folgen einer Typhusinfektion.

"Schubert wurde durch einige Zeit düster gestimmt und schien angegriffen. Auf meine Frage, was in ihm vorgehe, sagte er nur, "nun, ihr werdet es bald hören und begreifen." Eines Tages sagte er zu mir, "komme heute zu Schober, ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dieses bei anderen Liedern der Fall war."

Er sang uns nun mit bewegter Stimme die ganze Winterreise durch. Wir waren über die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft, und Schober sagte, es habe ihm nur ein Lied, Der Lindenbaum, gefallen. Schubert sagte hierauf nur, "mir gefallen diese Lieder mehr als alle und sie werden euch auch noch gefallen"; und er hatte recht, bald waren wir begeistert von dem Eindruck der wehmütigen Lieder, die Vogl meisterhaft vortrug."(ss) Mit diesen Worten berichtet Schuberts Freund Josef von Spaun über die Entstehung der "Winterreise". Schubert hatte 1824 bereits Wilhelm Müllers Zyklus "Die schöne Müllerin" vertont und war so auf den Dichter aufmerksam geworden. Müllers Gedichtzyklus "Die Winterreise" erschien in zwei Teilen ss823 und 1824. Ursprünglich wünschte sich Müller wohl eine Vertonung durch Carl Maria von Weber, dem er diesen Zyklus widmete, und den er als "Meister des Deutschen Liedes" bezeichnete.





Der Freischütz-Komponist starb, wie Müller auch, 1827, in dem Jahr, als Schubert an der "Winterreise" arbeitete. Vermutlich vertonte Schubert zunächst die ersten ss2 Gedichte, die im Taschenbuch Urania erschienen waren, um dann, als er Müllers Zyklus vollständig vorliegen hatte, die weiteren ss2 Gedichte als "Fortsetzung der Winterreise von Wilh. Müller" zu komponieren. In seinem Manuskript sind diese wiederum mit ss bis ss2 durchnumeriert. Die Reihenfolge der Lieder weicht von der Vorlage Müllers teilweise erheblich ab.

Der "Winterreise" liegt keine wirkliche Handlung zugrunde, sie ist vielmehr eine Kette von Rückblicken und Stimmungen eines von der Liebe enttäuschten Mannes auf seiner ziellosen Reise durch eine Winterlandschaft. Schubert war die Erfahrung einer unerfüllten Liebe nicht fremd. Der kleine und pummelige Mann war nicht der Typ, für den sich die Frauen begeistern konnten. Zudem steckte sich Schubert 1822 mit Syphillis an, was in dieser Zeit einem Todesurteil gleichkam. Er lebte und arbeitete also mit dem Tod, der Einsamkeit und der Sehnsucht nach Nähe und Zuneigung.

Schuberts Freund, der Dichter Mayrhofer, erzählt:

"...Anders in der Winterreise, deren Wahl schon beweiset, wie der Tonsetzer ernster geworden. Er war lange und schwer krank gewesen, er hatte niederschlagende Erfahrungen gemacht, dem Leben war die Rosenfarbe abgestreift; für ihn war Winter eingetreten. Die Ironie des Dichters, wurzelnd in Trostlosigkeit, hatte ihm zugesagt;

er drückte sie in schneidenden Tönen aus. Ich wurde schmerzlich ergriffen."(2) In den Worten Müllers fand Schubert wohl sein eigenes Leiden wieder. Durch den Tod Beethovens, welchen Schubert sehr bewunderte, war er zur Zeit der Entstehung der "Winterreise" noch zusätzlich angegriffen.

Franz Schubert fing so die trostlose Stimmung der Gedichte Wilhelm Müllers in einem düsteren und bedrückenden Liederzyklus ein. Bereits schwer krank und ans Bett gefesselt, nutzte Schubert 1828 die letzten lichten Momente seines Lebens zur Korrektur des zweiten Teils der "Winterreise".

Exkurs: Romantik in der Musik und Merkmale des Kunstliedes anhand Schuberts Winterreise

1. Kurze Zusammenfassung der Romantik in der Musik

2. Merkmale des Kunstliedes anhand Schuberts Winterreise Schuberts Kunstlieder aus dem Liederzyklus,,Die Winterreise" können in die stilgeschichtliche Epoche der Romantik eingeordnet werden. Diese beherrschte in der Musik fast das gesamte ss9. Jahrhundert (bis ss850 Hochromantik, danach Spätromantik). Der Begriff,,romantisch" stammt ursprünglich aus der Literatur des ss8. Jahrhunderts und wurde im Sinne von,,romanhaft",,,erzählend" verwendet. In der Musik meint er aber eher den gefühlsbetonten, stimmungsvollen Charakter einer Musik. Ein wesentliches Merkmal der Musik in diesem Jahrhundert ist ihre zunehmende Komplexität, d.h. sie ist insgesamt geprägt von einer stärkeren stilistischen Vielfalt (genauere Erläuterung später) als die der Klassik.

Die Zeit von ss800 - ss850 war stark von der französischen Revolution beeinflusst. Aus dem erstarkten Bürgertum bildete sich das,,neue Bürgertum" heraus, das neben seinem Streben nach Besitz und Reichtum auch ein kulturelles Interesse entwickelte.

Aus dieser Haltung ergaben sich weitere typische Charakterzüge, die das Lebensgefühl der Romantik prägten. So z.B. die Sehnsucht nach dem Unendlichen und das Zurückziehen aus der (alltäglichen) Wirklichkeit in eine Traumwelt. Auch das Ausdrücken von Gefühlen spielte eine grosse Rolle in dieser Epoche wie beispielsweise,,verliebt sein" und Heiterkeit, aber auch solche des Trauerns, des (Liebes-)Kummers und der Sehnsucht. Viel wurde über den Sinn des Lebens und den Tod, bzw. die Todessehnsucht nachgedacht.

Komponisten und Lyriker hatten eine enge Verbindung zur Natur und projizierten oft ihre eigenen Gefühle in Bilder der Natur (z.B. Baum, Wasser). Häufig passierte es auch, dass Wirklichkeit und Traum miteinander vermischt wurden. Diese persönlichen Stimmungen vermochte die Sprache natürlich wiedergeben, noch idealer war jedoch das Zusammenwirken von Sprache und Musik.

Neben anderen Formen (z.B. Oper, Musikdrama und sinfonische Dichtung) gewann vor allem das vom Klavier begleitete Sololied grosse Bedeutung. Hauptsächlich Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms widmeten sich dieser Gattung.

Ihnen kam ein grosses Angebot an lyrischer Dichtung entgegen, die aufgrund ihrer,,romantischen" Inhalte eine Vertonung nahe legten.

Dieses romantische,, Kunstlied" kennt die verschiedenen Strophenformen: das Strophenlied, das variierte Strophenlied, das durchkomponierte Strophenlied. Die Wahl der Form hängt in der Regel vom Text ab.

In musikalischer Hinsicht sind die Kompositionen der Romantik insgesamt geprägt von einer stärkeren stilistischen Vielfalt als die der Klassik, d.h. sämtliche Parameter sind differenzierter auf den jeweiligen Text abgestimmt (z.B. auf sein Versmass oder seinen Stimmungsgehalt).

So dienten beispielsweise der reiche Akkordklang und die erweiterte Harmonik der romantischen Musik zur ausdrucksvollen Textausdeutung. Im Vergleich zu vorangegangenen Epochen spielen die ausgiebige Verwendung von Dissonanzen (z.B. in Tritoni und Septakkorden), sowie extreme Lagen des Klavierklangs eine wichtigere Rolle. Häufig findet man auch weitreichende Modulationen auch unter Verwendung von Chromatik.

Denn während in der Klassik die Akkorde meistens in enger Relation zueinander standen, tauchen in der Romantik oftmals verschiedene Akkorde hintereinander auf, die ganz unterschiedlichen Dur- und Molltonleitern angehören. Sogar längere Phrasen ohne unmittelbar harmonischen Zusammenhang sind häufig vorzufinden.

Während dem Interpreten in klassischen Stücken noch relativ viel Freiheiten gelassen wurden, was die Dynamik, das Tempo etc. betrifft, legen die romantischen Komponisten anhand differenzierterAusdrucksbezeichnungen Tempo und Dynamik in ihren Stücken genauer fest. Auch Tempowechsel innerhalb eines Stückes kommen manchmal vor. In der Regel sind solche Veränderungen auf den Text zurückzuführen, da das Wort-Ton-Verhältnis besonders stark ausgeprägt ist.

Beinhaltet der Text einen starken Stimmungswechsel der,,Hauptperson" (z.B. dem Wanderer), so ist dieser auch deutlich in der Musik zu erkennen. Ausserdem ist in nahezu jedem Stück der Winterreise die Bewegung des Wanderers anhand der Musik spürbar. Verändert er z.B. seinen Schritt, werden die Notenwerte kleiner oder grösser (je nachdem, ob er schneller oder langsamer geht, bzw. stehen bleibt).

Neu beim Kunstlied ist auch die Bedeutung des Klaviers. Es ist nicht mehr,,nur" Begleitstimme, sondern entwickelt sich zum ebenbürtigen Partner der Singstimme und trägt wesentlich zur sinnvollen Interpretation bei, vor allem auch in Vor-, Zwischen und Nachspiel: Indem sie entweder die Liedmelodie fortführen oder in einer völlig anderen,,Stimmung" weiterspielen, verdeutlichen sie die Aussage des Stückes/Ged ichts.

In den meisten Fällen verdeutlichen die Vertonungen in zutreffenderWeise die Stimmung des Gedichts. Auch der ungeübte Hörer kann dessen Aussage mit Hilfe der Musik erkennen. Oft liegt das daran, dass der Komponist einen persönlichen Bezug zu dem Text hatte. Auch Schubert war von Liebeskummer geplagt. Sein Gesundheitszustand war schlecht und er litt unter der Verkennung seines Talents.

Deswegen konnte er auch die vielfältigen Leiden des jungen Wanderers gut nachvollziehen. Selbst den Todessehnsüchten, die der Wanderer innehatte stand Schubert nicht ablehnend gegenüber. Daher schaffte er es so vortrefflich seine Gefühle in der Musik widerzuspiegeln.

Zusammenfassung typischer Merkmale der romantischen Kunstlieder:

-' REICHER AKKORDKLANG

-' ERWEITERTE HARMONIK (dienen zur ausdrucksvolle Textausdeutung)

-' AUSGIEBIGE VERWENDUNG VON DISSONANZEN (Septakkorde, Tritonus) EXTREME LAGEN DER KLAVIERSTIMME

-' WEITREICHENDE MODULATIONEN, AUCH UNTER VERWENDUNG VON

CHROMATIK

-' AUFEINANDERFOLGENDE AKKORDE, DIE GANZ UNTERSCHIEDLICHEN

DUR- UND MOLLTONLEITERN ANGEHÖREN

-' LÄNGERE PHRASEN OHNE HARMONISCHEN ZUSAMMENHANG

-' DIFFERENZIERTE AUSDRUCKSBEZEICHNUNGEN (Tempo u. Dynamik genauer festgelegt; Interpret hat weniger Freiheit)

¬ TEMPOWECHSEL INNERHALB EINES STÜCKES

¬ KLAVIER = EBENBÜRTIGER PARTNER DER SINGSTIMME (Vor-, Zwischen- und Nachspiel tragen wesentlich zur sinnvollen Interpretation bei) In der Regel sind solche Veränderungen auf den Text zurückzuführen, da das Wort-Ton-Verhältnis besonders stark ausgeprägt ist.

Sekundärliteratur:

Riede, Bernd: MUSIK, Vorbereitung auf das Abitur, Musikgeschichte bis ss900 Schülerduden Musik Wörner, Geschichte der Musik Encarta 200ss Exkurs:,,Gute Nacht!" aus,,Winterreise"

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Die Texte des Zyklusses stammen von Wilhelm Müller.



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