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«Die Winterreise Seminarbericht, Mitschrift und Collage Kompaktseminar 2007.54 in Köln Schubert: Die Winterreise Fragt man Interpreten wie Publikum: ...»

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Hier stehen zwei Unmöglichkeiten nebeneinander, die der Sänger in seinem Wunschdenken aber nicht als solche erkennt. Schlie1lich macht er sich wieder auf den Weg und zieht einsam seine Strasse dahin mit trägem Fuss.

Der zweite Teil beginnt mit dem Lied Die Post. Bei Müller stand es an der sechsten Stelle, der Sänger hatte gerade die Stadt verlassen und wurde von der Postkutsche auf seinem Weg eingeholt. In der Anlage des Komponisten ist nun schon der zweite Tag der Reise angebrochen und sicher wird man sein Fehlen längst bemerkt haben.

Allein die Tatsache, dass die Post aus der Stadt seiner Geliebten kommt, lässt das Herz des Sängers höher schlagen. Das Eilen der Kutsche ist in den schnellen Achtelfiguren der linken Hand zu hören, dazu komponierte Schubert in der rechten Hand das Signal des Posthorns. In der aufstrebenden Melodie ist die Erregung des Sängers ausgedrückt, der sich von den Gefühlen seines Herzens distanziert und es nüchtern ermahnt: Die Post bringt keinen Brief für dich. Auf der weiteren Reise folgen verschiedene Bilder: In Der greise Kopf hat der Morgenreif dem Sänger einen weissen Schein über's Haar gestreuet und so scheint derjunge Mann auf einmal alt geworden zu sein. Zunächst freut er sich darüber, doch dann taut der Reif, das schwarze Haar kommt wieder zum Vorschein und dem Sänger graut es vor seiner Jugend und dem noch langen Lebensweg. Ein anderes Bild ist die Krähe, die den Wanderer seit seinem Auszug aus der Stadt begleitet. Sie will einfach nicht von seiner Seite weichen und scheint auf den Tod des Sängers und damit auf seine Beute zu warten.

Grotesk fordert dieser: Krähe, lass mich endlich sehn Treue bis zum Grabe! In Letzte Hoffnung stehen die letzten Blätter an den Bäumen für einen Rest von Hoffnung.

Einen Baum beobachtend beginnt der Sänger zu zittern, da der Wind mit einem Blatt spielt; das Lied schliesst mit den Worten: Ach, und fällt das Blatt zu Boden, fällt mit ihm die Hoffnung ab, fall' ich selber mit zu Boden, wein' auf meiner Hoffnung Grab.

Bleibt man bei einer Chronologie innerhalb der 24 Lieder, so ist nun der zweite Tag der Reise zu Ende. Nachts durchquert der Sänger ein Dorf, hört die Hunde bellen und mit ihren Ketten rasseln. Hier findet er keine Unterkunft und eigentlich braucht er auch keine, denkt sich der ungebetene Gast: Ich bin zu Ende mit allen Träumen, was soll ich unter den Schläfern säumen? Es folgt Der stürmische Morgen und schliesslich der Weg zum Wirtshaus, der nichts anderes ist als ein Totenacker. Hier könnte die Reise zu Ende sein, doch das trügerische Lied Mut! gibt dem Sänger noch einmal etwas Lebensenergie zurück und wieder findet er keine Ruhe. Drei Sonnen sah ich am Himmel stehn, hab' lang und fest sie angesehn beginnt das vorletzte Lied Die Nebensonnen. Nicht nur an die wirkliche Sonne, sondern vor allem an die beiden Augen seiner Geliebten erinnert sich der Sänger und nach dem Untergang dieser beiden Nebensonnen, die er als die besten zwei bezeichnet, wünscht er sich auch den Untergang der dritten. Keine Endstation für den Reisenden, aber das letzte Lied in diesem Zyklus ist Der Leiermann. Mit starren Fingern dreht er unermüdlich seine Leier, doch keiner will ihn hören, keiner sieht ihn an; und die Hunde knurren um den alten Mann, nur der ziellos umherwandernde Sänger tritt zu ihm aufs Eis. Der Leiermann erinnert in seiner unheimlichen Gestalt an den Tod. Er wird gemieden, aber ist trotzdem ständig präsent, ihm scheint die Kälte nichts auszumachen und dem Treiben der Welt steht er gleichgültig gegenüber: Und er lässt es gehen, alles, wie es will, dreht, und seine Leier steht ihm nimmer still.

In der Monotonie des letzten Liedes, in dessen harmonischer Starre und dem Fragmentcharakter offenbart sich ein weiteres Mal die für Schubert typische Ziellosigkeit. Nach der 24 Lieder langen Reise findet der Sänger den barfuss auf dem Eis stehenden Leiermann und fragt: Wunderlicher Alter, soll ich mit dir gehn? Willst zu meinen Liedern deine Leier drehn? Eine Antwort bleibt aus. Der Zyklus findet keinen Abschluss, der Sänger keine Ruhe, keine Wärme, keine Geborgenheit, keine Liebe und er weiss, dass eine neue Suche zum gleichen Ergebnis führen wird. Er hat die Hoffnung auf Glück aufgegeben, hat vor seinem Schicksal kapituliert und lebt dennoch weiter. Diese musikalisch umgesetzte Ziellosigkeit findet sich auch im ersten Satz (Durchführung) der Unvollendeten oder im langsamen Satz des Streichquintetts (D 956), doch in der Winterreise wird die abstrakte Sprache der Musik durch den Text ergänzt und somit unmissverständlich. Wilhelm Müller, ein Gegner der Restauration nach dem Wiener Kongress, hat seine Gedichte mit doppeltem Boden geschrieben; man kann aus ihnen auch Kritik an der erstarrten Gesellschaft nach dem gescheiterten demokratischen Aufbruch herauslesen. Für Schubert wird dieser Aspekt - wenn überhaupt - nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. In seinem vorletzten Lebensjahr hatte der Komponist vielmehr das Bedürfnis, auf der Höhe seiner Kunst die eigenen Lebenserfahrungen und das damit verbundene Leid noch einmal zu verarbeiten. Mit (selbst für Schubert) ungewöhnlicher Hingabe hat er an den Liedern gearbeitet, sie oft korrigiert und lange an einzelnen Stellen gefeilt. Als er, sich selbst am Klavier begleitend, seinen Freunden die Winterreise vortrug, stiess er auf wenig Anerkennung wie aus dem Bericht Joseph von Spauns hervorgeht: Wir waren über die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft, und Schober sagte, es habe ihm nur ein Lied, Der Lindenbaum, gefallen. Schubert sagte hierauf nur: "Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen." Nicht nur die Freunde, sondern später ebenso die Nachwelt lernte die Winterreise zu schätzen. Auch die Mehrzahl der heutigen Hörer dürfte anfangs ihre Probleme mit dem wehmütigen Liederzyklus haben, aber mit der Zeit wird man die Seelentiefe dieses Werkes erfassen und seine Einzigartigkeit erkennen. Schubert hat hier ein beeindruckendes Zeugnis seines Seelenlebens hinterlassen und wenn er noch hätte erfahren können, wie viele Menschen er damit einmal berühren würde, wäre dies vielleicht ein Trost für den sterbenden Komponisten gewesen, dessen Leben nicht länger als 3ss Jahre, 9 Monate und ss9 Tage währte.





Winterreise Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen.

Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt.

Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war.

Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen.

–  –  –

Die 24 Lieder erzählen eine Geschichte. Ein offenbar noch jüngerer Mann, ein Seelchen und ein Dichter, ein Softie und ein zum Delirierender Neigender, verlässt ziemlich schnurstracks, ziemlich rasch dahinmarschierend (die Klavierbegleitung schreibt das vor) eine Kleinstadt und eine Freundin/Geliebte/Naive (?); er sieht sich - wie jeder Verlassene/Unverstandene vor und nach ihm - verspottet, gehetzt; er heult, er krallt sich im Schnee fest; er steigert sich in Erinnerungen hinein; die Eifersucht schwappt nur so aus ihm heraus.

Im fünften Lied kommt er, schon erschöpft, zu einem Lindenbaum (Schubert wird nachher immer wieder zum falsch verstandenen Volksmusiker herhalten müssen); er beruhigt sich; er findet scheinbar etwas Ruhe. Scheinbar. Denn der Psycho-Weg und die vergeblichen Eigenanalysen gehen jetzt erst richtig los!

Tränen, Tränen, Tränen. Alle wie aus dem Tiefkühlfach. Und sofort das Ganze gespiegelt, in harmonischen Rückungen. Ein Bach begleitet den W interreisenden, Eis drüber, Hitze drunter. Die ersten Halluzinationen stellen sich ein. Man vermeint ein Irrlicht zu sehen, ist erschöpft. Reminisziert doch andauernd, träumt von Blumen, erwacht, weiss eigentlich nicht mehr was und warum, der Mensch mutierte zum Sehnenden und irgendwie aus seinem kleinen Paradies Vertriebenen zum Psycho-Problem-Fall. Dann, am Schluss des ersten Dutzend der Lieder, das Besingen der Einsamkeit, der Winterreisende arrangiert sich, hat sich in sein Schicksal gefügt, zieht einen Schlussstrich unter das bisherige Leben?

Die Post verheisst bei Schubert noch einmal Bindungen, Stricke, Seilschaften an und für dieses Früher. Resignation dann. Man sieht sich als Altgewordener und hofft auf die Altersmilde in sich selbst. An der kauzigen Tierwelt belustigt man sich dann. Als Winterreisender sucht man Naturmetaphern um sich irgendwie noch geistig zu beschäftigen; allerdings - Natur! - sie ist feindlich (wie immer) und beisst. Ein Sturm noch, eine Abkühlung wohl wie nach einer Sauna - ein temporäres Sich-Erholen?

Es geht in die Schlussrunde. Abermals Irrlichter, Täuschungen Wegweiser und falsche Pfade - Wirtshäuser als gefügige Totenäcker völlig sinnloses Aufbäumen und ein sich-selbst-Mutzusprechen - die Nebensonnen dann, die blinden Flecken am veruntreuten Himmel - der legendäre Leiermann, sozusagen der Anti-Schutzengel.Dann, nach der Einladung an den Leiermann, den Winterreisenden auf seiner Flucht, in seinen Selbstmord, in sein Eigenauslöschen, in die Gegenwelt - was eben auch immer - zu begleiten: Stille, viel Stille.

Es wird berichtet, dass damals, als Schubert seine Winterreise erstmals im Freundeskreis vorführte, man etwas ratlos, ja vor den Kopf gestossen, jedenfalls aber nicht eben froh gewesen.

Wenn von der miserablen Wirklichkeit gesprochen wird, sind nicht nur die betrüblichen Umstände von Schuberts persönlichem Leben gemeint, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Umstände seiner Zeit. Ein starres, bürokratisches System und politische Ueberwachung hielt das das öffentliche und geistige Leben in Schach (Zensur, Spitzeltum)

Entstehung

Die Texte stammen von Wilhelm Müller (1794-1827). Die ersten zwölf Gedichte wurden von ihm unter dem Namen,,Wanderlieder von Wilhelm Müller verfasst. Die Winterreise. In 12 Lieder“ in,,Urania. Taschenbuch auf das Jahr ss823“ veröffentlicht.

Weitere zehn Werke erschienen 1823 in,,Deutsche Blätter für Poesie, Literatur, Kunst und Theater“. Es waren also zuerst nur 12 der 24 Gedichte veröffentlicht. Erst 1824 erschien unter dem Namen,,Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Zweites Bändchen. Lieder des Lebens und der Liebe.“ alle Gedichte zusammen, erweitert um,,Die Post“ und,,Täuschung“. Müller kam aus Dessau und verkehrte im schwäbischen Dichterkreis um Ludwig Uhland, Justinus Kerner, Wilhelm Hauff und Gustav Schwab. Beeinflusst wurde er von den Romantikern Novalis (Friedrich von Hardenberg), Clemens Brentano und Achim von Arnim. Franz Schubert fühlte sich von den Texten unmittelbar angesprochen und vertonte sie im Todesjahr Wilhelm Müllers. Die ersten ss2 Gedichte verarbeitete er, laut Autograph, im Februar 1827. Diese wurden dann am 24. Januar 1828 von dem Wiener Verleger Tobias Haslinger veröffentlicht. Wahrscheinlich im Spätsommer 1827 stiess Schubert dann auf die restlichen 12 Gedichte, die er nun auch vertonte.

Diese wurden, ebenfalls von Tobias Haslinger, erst sechs Wochen nach Schuberts Tod, am 31. Dezember 1828 veröffentlicht. Schubert und Müller sind sich nie persönlich begegnet, Müller wünschte jedoch insgeheim, dass jemand seine Texte vertonen möge. Ob dieser noch vor seinem Tode 1827 von Schuberts Vertonungen erfuhr, ist unklar.

Inhalt „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“ - mit diesen Versen beginnt die,,Winterreise“, einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik, mit dem Schubert eine Darstellung des existentiellen Schmerzes des Menschen von fast schon mythischer Grösse gelang. Im Verlauf des Zyklus wird der Hörer immer mehr zum Begleiter des Wanderers, der zentralen Figur der Winterreise. Dieser hat nach einem Liebeserlebnis, das bereits vor Beginn des Zyklus abgeschlossen ist, Liebe und Geborgenheit bewusst und aus eigener Entscheidung hinter sich gelassen und zieht ohne Ziel und Hoffnung hinaus in die Winternacht.

Innerhalb des Zyklus lässt sich kein durchgehender Handlungsstrang erkennen. Es handelt sich eher um einzelne Eindrücke eines jungen Wanderers. Auf den 24 Stationen seines passionsgleichen W eges ist er zunächst starken Stimmungsgegensätzen von überschwänglicher Freude bis hin zu hoffnungsloser Verzweiflung ausgesetzt - von Schubert durch den häufigen Wechsel des Tongeschlechts verdeutlicht -, bevor sich allmählich eine einheitliche, jedoch vielfältig schattierte, düstere Stimmung durchsetzt.

Im Ausklang des Zyklus trifft der Wanderer auf den Leiermann, der frierend seine Leier dreht, aber von niemandem gehört wird. Die Melodie erstarrt hier zur banalen Formel, das musikalische Leben hat sich verflüchtigt und das Gefühl scheint aus einem verloschenen Herzen entwichen zu sein - und doch gelingt Schubert in dieser Szenerie unendlicher Hoffnungslosigkeit hier eines seiner anrührendsten und gleichzeitig schlichtesten Lieder.

Mit der Frage „Willst zu meinen Liedern Deine Leier dreh´n?“ endet die,,Winterreise“.

Manche sehen in diesem Lied die Kunst als letzte Zuflucht dargestellt, andererseits wird der Leiermann, dem der Wanderer sich anschliessen will, auch als Tod gedeutet.

Rezeption Der Zyklus wurde von nahezu allen bedeutenden Liedsängern (Bass, Bariton, Tenor), aber auch von Sängerinnen (Mezzosopran und Alt) interpretiert. Das Werk gilt neben dem Zyklus,,Die schöne Müllerin“ als Höhepunkt der Gattung Liederzyklus und des Kunstlieds. Es gilt sowohl technisch als auch interpretatorisch als grosse Herausforderung für Sänger und Pianisten. Über 30 verschiedene Einspielungen existieren auf Schallplatte und CD.

Der deutsche Komponist Hans Zender bearbeitete das Werk im Jahre 2000 unter dem Titel:,,Schuberts Winterreise - eine komponierte Interpretation“ für Tenor und kleines Orchester unter enger Anlehnung an Schuberts Tonsprache und Einbeziehung von effektvollen verfremdenden Klangeffekten, welche die eisige Kälte und metaphysische Düsternis des Werkes noch betonen.

Das wohl bekannteste Lied aus der,,Winterreise“ ist das fünfte Lied des Zyklus:,,Der Lindenbaum“.

Nach dem Vorbild einer Version für Viola und Klavier von Tabea Zimmermann hat der österreichische Bratschist Peter Aigner die Winterreise ebenfalls für Viola bearbeitet, seine Bearbeitung wird jedoch ergänzt von einer szenischen Realisation der Texte von Wilhelm Müller durch einen Schauspieler. Diese Version erlebte bereits mehrere Aufführungen in Österreich und Deutschland.

Nach dem Vorbild von Franz Schuberts Liederzyklus drehte Hans Steinbichler 2006 den Film,,Winterreise“ mit Josef Bierbichler und Hanna Schygulla.



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