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«»Ob ihrs glaubt oder nicht«, schrieb der Dichter Joseph Brodsky, »die Evolution hat ein Ziel, Schönheit.« Der 1940 in St. Petersburg geborene ...»

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Vorwort

von reinhard Kahl

»Ob ihrs glaubt oder nicht«, schrieb der Dichter Joseph

Brodsky, »die Evolution hat ein Ziel, Schönheit.«

Der 1940 in St. Petersburg geborene Literaturnobelpreisträger hatte in der 8. Klasse mit der Schule Schluss gemacht. Das

nannte er später seinen ersten freien Willensakt. Englisch, die

Sprache, in der er große Gedichte und die meisten seiner Essays schrieb, lernte er ohne Lehrer noch lange vor der Flucht

aus der Sowjetunion.

Brodsky hatte keine Chance, eine Schule wie die von Ulrike Kegler kennenzulernen. Eine, in der Schönheit ein Ziel ist. Wie Schulen tatsächlich schön werden, ist das Thema dieses schönen Buches.

Eigentlich sollte es auch genauso heißen: »Die Schule wird schön«. Aber dann kam ein anderes Buch mit einem ähnlichen Titel zuvor und Ulrike Kegler musste ihr Kind schweren Herzens umtaufen. Manche meinten, eigentlich ganz gut so, denn wie klingt das denn: »Die Schule wird schön«? Eine Art Schöner Wohnen? Mehr bunte Farbe in Schulen? Design statt Sein nun auch für Pädagogen? Nein! Ob ihrs glaubt oder nicht, gute Schulen haben ein Ziel: Schönheit.

Na gut, wird mancher antworten, ein schönes Ziel, aber es ist auch ein weiter Weg. Erst mal geht es doch um mehr Geld für die Bildung, um mehr Lehrer, kleinere Klassen, also um die Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine Reform des ganzen Systems. Dann wird irgendwann die Schule bestimmt auch schön.

Nein! Das große Ziel nicht am Horizont abstellen! Das Ziel vielmehr zu einem Maßstab für den Alltag verwandeln, also ganz nah heranholen – und die Ziele sich zwischendurch dann wieder am Horizont regenerieren lassen.

Als ich die Montessori-Gesamtschule in Potsdam, die Ulrike Kegler seit 1995 leitet, zum ersten Mal im Frühjahr 2003 besuchte, war das eine Liebe auf den zweiten Blick. Als Erstes sieht man ein Gebäude, wie es in der DDR zu Hunderten steht.

Das Hässlichste an diesen Gebäuden ist der prinzipielle Verzicht auf Architektur. Der Einheitsbau signalisiert: Du sollst kein Individuum sein! Versuche, ein möglichst perfektes Exemplar zu werden. Menschen sind nicht aus krummem Holz, sondern sollen rechtwinklig sein. So wenig Eigensinn diese Schulen selbst haben durften, so wenig Eigensinn sollten die Schüler und Lehrer ausbilden. Gebäude haben etwas Anstekkendes, so oder so. Es ist, als wäre die Geheimgrammatik der Pädagogik oder – nehmen wir das hässliche Wort – »das Menschenbild« darin eingeschrieben.

Nach diesem ersten Blick öffnete sich dann eine ganz andere Innenwelt. Ich kannte damals noch kaum die für die Montessoripädagogik typischen kleinen, ich möchte sagen, Altäre in der Mitte der Klassen. Auf dem Fußboden liegt eine Decke, darauf sind Dinge ausgestellt, die gerade im Unterricht gebraucht werden: Bücher, vielleicht auch eine Blume, vieles ist möglich. Dieses kleine, unübersehbare Zentrum fordert Achtung. Es ist wie ein Dementi des schultypischen Ist-doch-egal.

Diese ganz besondere Mischung aus Nützlichkeit und Verehrung ist schön.

Bei meinem letzten Besuch fiel mir sogleich in der Pausenhalle zwischen dem Treppenaufgang und dem Ausgang zum Schulhof ein runder Teppich auf, vielleicht 20 m2 groß. Er sah wie eine Vergrößerung der Klassenraumaltäre aus. Darauf lagen Spiele, Bücher und anderes Material, nicht sehr viel. Zwei oder drei ältere Schüler saßen auf dem Boden. Eine junge Lehrerin oder Praktikantin hockte neben Kindern und sortierte so etwas wie Dominosteine. Solche Achtsamkeitszentren haben etwas von einem Ansteckungsherd. Sie strahlen eine Schönheit aus, die nichts mit Aufhübschen zu tun hat.

Es geht auch nicht nur um das, was man sieht. Ich erinnere mich noch, wie ich bei meinem ersten Besuch beim Betreten einer Klasse, die gerade Freiarbeit hatte, eine Augenbinde bekam. Sie gehörte zum Besuchsritual. »Warum denn eine Augenbinde?«, fragte ich Ulrike Kegler. Und sie: »Hören Sie nur einfach mal zu.« Manch einer der damals schon zahlreichen Besucher kam mit der Erwartung, in einer so frei arbeitenden Schule müsse man sich wohl häufig die Ohren zuhalten. Falsch. Wenn man nichts sieht, bemerkt man erst, wie vorsichtig und rücksichtsvoll die Kinder miteinander sprechen. Dabei macht in dieser Freiarbeit jeder zwei Stunden lang etwas anderes: Vorträge vorbereiten, sich gegenseitig Rechtschreibübungen diktieren, mit den vielen Materialien zum Rechnen experimentieren.

Und manche machen scheinbar gar nichts. Daniela, die eben noch einen Vortrag, so nennt man die Referate auch schon der Kleinsten, über Schneeglöckchen gehalten hat, geht quer durch den Raum, bleibt stehen, guckt nach unten, mindestens eine halbe Minute lang, blickt ganz ernst, lächelt in sich hinein, kehrt um, holt sich einen Holzkasten mit Perlen und anderem Material für Rechenübungen aus dem Regal und setzt sich auf den Boden. Was mag da wohl passiert sein?

Das sind in dieser Schule die wichtigsten Augenblicke. Alles andere wäre ohne sie fast nichts. Denn Lernen ist so verschlungen und diskontinuierlich wie ein Forschungsprozess oder wie moderne Musik. Langsam baut sich etwas auf. Verschiedenes wird ausprobiert. Nicht alles will passen, und dann das Aha, leuchtende Augen, ein Crescendo der Neuronen. Das ist schön.

Am beeindruckendsten in dieser Schule sind die Gesichter der Schüler. Diese Schönheit beim Erwachen und allmählichen Erwachsenwerden von Intelligenz ist ein unschlagbares Argument. Kein Wunder, dass mancher, der das gesehen hat, wegen dieser Schule von Berlin nach Potsdam umgezogen ist.





Worin besteht das Geheimnis solcher Schulen? Es sind Erwachsene, die unter Normalverwahrlosung und Hässlichkeit leiden. Sie haben ihre Wunden nicht vernarben lassen. Man muss an Franz Kafkas Satz von »dieser wunderschönen Wunde« denken, von der er sagte, »mit der ich auf die Welt gekommen bin, das Einzige, was ich habe«. Es geht darum, Leiden in Leidenschaft zu verwandeln. Dabei bietet sich immer wieder ein ähnliches Bild, bei einem Hartmut von Hentig, bei einer Enja Riegel, bei einem Norm Green oder eben bei Ulrike Kegler.

Wenn sie durch das Gebäude gehen und es liegt Papier herum, heben sie es auf, nicht aus »pädagogischen« Gründen oder gar, um ein Vorbild sein zu wollen, sondern weil es sie stört. So werden sie ein Vorbild. Sie machen ihre Person zu einem Labor einer etwas besseren, schöneren Welt, nicht so sehr, um die Welt zu verbessern, sondern weil sie diese Widerhakenfrage nicht abgestellt haben: Willst du so leben? Diese Frage kommt, wenn sie in gelangweilte Gesichter schauen, egal ob es die von Schülern oder Lehrern sind. Diese Frage kommt in lieblos eingerichteten Räumen, die nur als Container für Schüler angesehen werden, die man ihrerseits als Container für den abzufüllenden Stoff behandelt. Das halten die Keglers dieser Welt nicht aus, und sie verstehen nicht, wie man sich damit abfinden kann. Die Frage kommt natürlich am stärksten bei der Haltung ihrer Kollegen und der Schüler auf und dem sofort gespürten, aber nur schwer beschreibbaren Geist des Hauses.

Diese Frage und die Antworten darauf machen sie zu Autoren ihres Lebens und auch der Institution, in der sie nicht nur arbeiten wollen, die sie prägen wollen, an der sie ebenso arbeiten wollen wie an sich selbst. Sie sind keine Untermieter in der Welt. Auch dieser Status wäre für Schüler ansteckend. Dann wird die Schule hässlich.

Pädagogen wie Ulrike Kegler haben einen tiefen Widerwillen, ja eine Idiosynkrasie dagegen, Funktionär zu sein. Das macht sie krank. Nein, nein, so wollen wir nicht leben.

Sie wagen es, sie selbst zu sein, das ist natürlich risikoreich, aber schließlich am wenigsten anstrengend. Das Anstrengendste ist ja die Verstellung, dieses ständige Gebluffe, diese ganze Camouflage, die das Hauptfach an vielen Schulen ist. Das ist hässlich und macht hässlich.

In einem Text, in dem der Filmemacher Heinrich Breloer darüber nachdenkt, wie jemand Autor wird, schreibt er über die Filmarbeit, was sich übertragen lässt: »Suche deine Themen in dir selbst. Grabe tief und gründlich. Im Persönlichen findest du das Allgemeine.« Alle großen Reformkonzepte schielen immer wieder nach dem einen großen Hebel. Wäre der erst mal umgelegt, würde sich alles andere fügen. Solange das nicht geschehen sei, könne man leider kaum was machen.

Schulerneuerer und Lernaufwiegler wie Ulrike Kegler arbeiten am Großen und am ganz Kleinen. Das ist eine aufregende Paradoxie. Manchmal scheint es, als stünde die übliche Regel auf dem Kopf. Dann gilt, je kleiner und scheinbar unwichtiger die Dinge sind, desto bedeutender und wirksamer wird die Arbeit an ihnen. Vielleicht liegt das an der Genauigkeit.

Vielleicht liegt es auch daran, dass hier eine andere Grammatik im Umgang mit den Dingen und den Menschen geübt wird.

Das Wie kommt eben vor dem Was. Formen bringen Inhalte hervor. Aus einer veränderten Ästhetik ergibt sich eine andere Ethik.

Mit der Kultivierung des Alltags kann man sofort und überall beginnen. Dafür gibt es tausend Möglichkeiten. Und immer geht es darum, den Ort mit Schönheit und Geschichten aufzuladen, damit er dazu einlädt, ganz wach und gegenwärtig zu sein.

Wenn starke Orte ermöglichen, voll da zu sein, dann wäre das vermutlich die wirksamste Investition ins Bildungssystem.

Wie viele Milliarden kämen schon in einem Monat zusammen, wenn man die Stunden herausrechnet, in der Schüler und Lehrer nur so tun, als wären sie da?

In einer Schule, die Gegenwart schafft, öffnen sich Spiralen nach oben. Im Gegensatz zum Vertrösten und Aufschieben der schönen Dinge auf jenes »spätere Leben«, mit dessen Ernst man Schülern droht. Immer noch. Das zehrt Gegenwart aus und die Zukunft auch.

Das Motto der hässlichen Schule heißt: Das Leben ist anderswo. Das Motto der guten und schönen Schule heißt: Hier und jetzt!

Zukunft, schwankend zwischen Drohung und Verheißung, ist in der immer noch vorherrschenden Schule die vorgeblich wichtigste Zeit. So werden Abwärtsspiralen in Gang gesetzt.

Deren Tiefpunkt ist eine Schule, die als zur Bewährung ausgesetzte Vorstrafe erlebt wird.

Wenn die Schule schön wird, dann ist sie eine Einladung ins Leben. Eine starke Gegenwart steht dann übrigens überhaupt nicht im Widerspruch zu einer starken Zukunft, im Gegenteil, so entsteht Zukunft, so kommt Neues zur Welt.

Alles schön und gut, sagt nun manch einer. Aber wie wird man denn »fit for the struggle of life«? Wie übt man in der schönen Schule denn seine Ellbogen und all das, was man braucht, um später über die Runden zu kommen?

Lesen Sie Darwin! Aber richtig, so wie Cord Riechelmann, der an den Pflanzen, Vögeln und all den anderen schönen Kreaturen zeigt: »Nicht der Fitteste überlebt, sondern der Prächtigste!« Anders gesagt und nochmals: »Ob ihrs glaubt oder nicht, die Evolution hat ein Ziel: Schönheit.« einleitung »Ich halte die Form und den Gehalt für zwei Subtilitäten, zwei Ganzheiten, die nie getrennt voneinander existieren.« (Gustave Flaubert) Dieses Buch will Möglichkeiten aufspüren, die helfen, Schulen »schön« zu machen. Es beruht auf meiner 15-jährigen Erfahrung als Lehrerin und Schulleiterin an einer staatlichen Schule, die sich im Laufe dieser Zeit von Grund auf gewandelt hat. Voraussetzung dafür war eine neue Einstellung der Erwachsenen zu den Kindern und Jugendlichen: sie so zu nehmen, wie sie sind, mit allen ihren Eigenheiten, ihren Stärken und Schwächen und als einmalige Persönlichkeiten, was sich zunehmend in den konkreten Formen des Lernens ausgedrückt hat. Gleichschritt und Geradlinigkeit wurden immer mehr durch individuelles »Schreiten« und vielfältige wellenförmige Lernbewegungen ersetzt.

Wenn einmal akzeptiert wird, dass jedes Kind, dass jede und jeder Jugendliche anders lernt, und die Lernformen auf diese Erkenntnis abgestimmt werden, kann sich Erstaunliches entwickeln. Die Erwachsenen können beginnen, die Außenwelt zu gestalten, und über dieses konkrete Tun allmählich die Schule und sich selbst verändern. Räume umzudeuten, Bewegung in diesen Räumen zu ermöglichen und den Dingen darin einen neuen Stellenwert zu geben ist der Beginn eines anderen Verständnisses von Lehren und Lernen. Vergleichsweise kleine Stellschrauben können dann große Veränderungen bewirken. Diese Stellschrauben befinden sich in Raum und Zeit und somit in dem gesamten Arrangement des Lernens. Die Form der Lehre ist auch der Inhalt der Lehre und umgekehrt der Inhalt ihre Form.

Nun kann es nicht darum gehen, aus der Schule einen kuscheligen Aufenthaltsort für anspruchsvolle und gleichsam wenig anstrengungsbereite Kinder und Jugendliche zu machen, wie dies traditionell allen Pädagogen unterstellt wird, die sich für die Gestaltung der Lernumgebung einsetzen. Die Herausforderungen in unserer Welt erfordern eine hohe Leistungsbereitschaft, verlangen Kreativität und Können. Sie erfordern Menschen, die sich ihrer selbst bewusst sind, die unterscheiden und sich entscheiden können und mit Zuversicht den unvermeidlichen Schwierigkeiten in ihrem Leben begegnen.

Um diese Fähigkeiten zu entwickeln, brauchen Kinder und Jugendliche Raum. Raum für Beziehungen, Erfahrungen, Erkenntnisse, Empfindungen und Übung. Da alle Menschen unterschiedliche Erfahrungen machen, zu verschiedenen Erkenntnissen kommen, anders empfinden, eigene soziale Beziehungen erleben und in einem eigenen Rhythmus üben, können diese Qualitäten in einem vorrangig gleichschrittigen Unterricht kaum entwickelt werden. Individualisierte Lernformen sind die unerlässliche Bedingung für eine Schule, die Wert auf die Entfaltung dieser Bereiche legt. Im persönlichen Dialog zwischen LehrerInnen und SchülerInnen kann dann eine Beziehungsqualität entstehen, die den Kontrollverlust im »postfrontalen« Unterricht ausgleicht.

Beziehung tritt an die Stelle von Kontrolle. Das formale Lehrer-Schüler-Verhältnis, bei dem es in erster Linie um Wissensvermittlung und Bewertung geht, kann sich zu einem zwischenmenschlichen Dialog umwandeln, in dem das Interesse an der Person immer vorausgesetzt wird. Das schafft Vertrauen und führt zu gegenseitiger Verantwortung.

Eine neue Qualität in den Beziehungen zwischen SchülerInnen und LehrerInnen entwickelt sich also in neuen Räumen und Zeiträumen. Der alte Schulraum mit seiner strengen Anordnung, seiner Reizarmut und seinen vorgeschriebenen Bewegungsabläufen und der alte Stundenplan mit seinem tayloristischen Zeitverständnis bieten für die heterogenen und variablen »Gesellschaften« in unseren Schulen keinen geeigneten Körper mehr.



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