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«FISCHFAUNA IN ÖSTERREICH Ökologie – Gefährdung – Bioindikation Fischerei – Gesetzgebung Thomas Spindler MONOGRAPHIEN Band 87 M-087 Wien, ...»

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Hingegen ist der Frauennerfling (Rutilus pigus virgo; Syn: Leuciscus virgo) ausschließlich in der Donau und, wie neuere Befunde zeigten, auch in der Drau und im Mursystem zu finden (HONSIG-ERLENBURG & SCHULZ, 1989; TIEFENBACH, pers. Mitt.). Eine mit dem Frauennerfling sehr nahe verwandte Art ist der Perlfisch (Rutilus frisii meidingeri; Syn: Leuciscus meidingeri), der vor allem in den Voralpenseen (z. B. Mondsee) beheimatet ist, aber auch in der Donau lebt. Früher war er auch noch in den großen Nebenflüssen, z. B. in der Salzach bis Mittersill vertreten, wo er heute gänzlich verschwunden ist (KOLLMANN, 1898). Angeblich sollen noch Restbestände in der Drau unterhalb des Kraftwerks Lavamünd vorkommen. Diese Mitteilungen müßten jedoch noch überprüft werden (HONSIG-ERLENBURG et al., 1996).

Eine Reihe von Gründlingsarten haben ebenfalls die Donau als Hauptverbreitungsgebiet.

Von dieser Gattung waren bis 1980 nur zwei Arten, der Gründling (Gobio gobio) und der Steingreßling (Gobio uranoscopus) für Österreich beschrieben. Erst in den letzten Jahren konnten zwei weitere, schwer zu unterscheidende Arten belegt werden. Es sind dies der Weißflossengründling (Gobio albipinnatus) und der Kesslergründling (Gobio kessleri) (WANZENBÖCK et al., 1989). Während der gemeine Gründling als eine der in Österreich häufigsten Kleinfischarten bezeichnet wird (KAINZ & GOLLMANN, 1990a), bildet nur der Weißflossengründling in der Donau größere Populationen. Von dieser Fischart liegen auch Nachweise aus der Lafnitz, Kl. Leitha, March und Thaya vor. Vom Steingreßling und Kesslergründling sind bisher nur Einzelfänge mit Sicherheit nachgewiesen. Diese stammen großteils aus der freien Fließstrecke der Donau im Bereich von Wien bzw. aus der Grenzstrecke der March (SPINDLER et al., 1992). Die bei KÄHSBAUER (1961) für die March genannte Fischart Gobio belingi konnte nicht belegt werden. Es dürfte sich aber um eine Hybridisierung zweier Gobioarten gehandelt haben. Erst kürzlich gelang allerdings der Erstnachweis des Steingreßlings für Kärnten in der Lavant bei Lavamünd und des Weißflossengründlings in der Drau (HONSIG-ERLENBURG & FRIEDL, 1995 bzw. pers. Mitteilung).

Ebenso wie bei den Gründlingen gibt es innerhalb der Gattung Abramis, neben der über ganz Österreich verbreiteten Brachse (Abramis brama) zwei Arten, die auf das Donaugebiet beM-087 (1997) Umweltbundesamt/Federal Environment Agency – Austria Fischfauna in Österreich – Fischartenspektrum in Österreich 17 schränkt sind. Während der Zobel (Abramis sapa) in den Stauräumen der Donau relativ häufig auftritt, ist die Zope (Abramis ballerus) in diesen Abschnitten stark zurückgegangen.

Die Zope war auch aus dem Neusiedler See bekannt, jedoch nicht autochthon und ist bis dato wieder aus dem See verschwunden.

Eine Art, die ursprünglich auch für das östliche Donaugebiet und für Fließgewässer im südostösterreichischen Raum (Kroisbach, Ragnitz, Raabnebenbäche bei Fehring, Hörzendorfer Bach, Gurk, Glangebiet) beschrieben wurde (KÄHSBAUER, 1961) ist die Hundsbarbe (Barbus meridionalis). Nach JANISCH (pers. Mitt.) wurden 1985 in der Donau bei Orth möglicherweise drei Hundsbarben gefangen, es fehlen aber die Belege. Dies wären die letzten Nachweise dieser Fischart in Österreich. Nach AHNELT (pers. Mitt.) bestehen Zweifel, ob diese Fischart auch tatsächlich in der österreichischen Donau ursprünglich beheimatet ist. Neuere Arbeiten zur geographischen Verbreitung der Barbus-Arten kommen ebenfalls zu dem Ergebnis, daß die Hundsbarbe im Donauraum überhaupt nicht vorkommt, sondern daß es sich eigentlich um den Semling (Barbus petenyi oder Barbus peloponnesius peteny) handelt (ECONOMIDIS & BANARESCU, 1991; DOADRIO, 1990). Es wird daher nur der Semling in der Fischartenliste Österreichs (vgl. Tab. 1) geführt. Diese Fischart, die leicht mit der Barbe verwechselt werden kann wird von WALLNER (1953) als nicht seltener Bewohner der Donau im Raum Wien und Niederösterreich beschrieben. Seither fehlen aber gesicherte Nachweise aus Österreich.

Die dritte in Österreich beschriebene Barbenart ist die Tiberbarbe (Barbus plebejus), die aus den Thermen von Warmbad Villach bekannt war (STROUHAL, 1934). Auch hier bestehen Zweifel, ob die Tiberbarbe tatsächlich eine autochthone Fischart in Österreich ist. Ihr angestammtes Verbreitungsgebiet reicht nicht annähernd an Österreich heran, weshalb die Vermutung nahe liegt, daß dieser Fisch nur zufällig nach Österreich eingeschleppt wurde. Es gibt auch für die Tiberbarbe keine rezenten Nachweise mehr. Die Tiberbarbe wird daher nicht in die Fischartenliste (vgl. Tab. 1) aufgenommen.

Immer wieder finden sich in der Literatur Angaben über den Lau (Chondrostoma genei), eine Nasenart, die nur durch eine einzige Fundstelle im Inn bei Brixlegg bekannt wurde. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet befindet sich aber südlich der Alpen in Nord- und Mittelitalien sowie in Südostfrankreich. Es gibt keinen weiteren Hinweis auf das natürliche Vorkommen dieser Art im Alpenraum (ELVIRA, 1987). Die gefundenen Fische dürften damals rein zufällig in den Inn eingeschleppt worden sein. Sie gelten daher nicht als autochthon; ihr Vorkommen ist ebenfalls erloschen. Auch diese Fischart kann daher nicht in die Liste aufgenommen werden.

Ein interessantes Verbreitungsspektrum weisen der Schied (Aspius aspius) und das Moderlieschen (Leucaspius delineatus) auf. Der Schied ist ein ganz kommuner Fisch in der österreichischen Donau sowie im Mündungsbereich und Unterlauf der meisten Zuflüsse. Das Moderlieschen bewohnt Kleingewässer in demselben Areal. Der Schied fehlt heute aber gänzlich in den Zuflüssen Salzach und im Tiroler Inn, ebenso wie in Vorarlberg und Kärnten. Das Moderlieschen konnte hingegen erst kürzlich im Unterinntal nachgewiesen werden (MEDGYESY, pers. Mitt.). Wie HONSIG-ERLENBURG et al. (1996) berichten, war das Moderlieschen in Kärnten ursprünglich nicht heimisch.





Aus Kärnten wird das Vorkommen von Sumpfelritzen (Phoxinus percnurus) gemeldet (RAUNIKAR, zit. in HONSIG-ERLENBURG & SCHULZ, 1989). Diese Meldung konnte aber bisher noch nicht bestätigt werden und wird daher in der Liste (Tab. 1) nicht berücksichtigt. Die Sumpfelritze ist normalerweise in Rußland und Polen verbreitet.

Als reine Seenfischart kann die Seelaube (Chalcalburnus chalcoides) angesehen werden.

Obwohl sie auch von BALON (1964) für die österreichische Donau angegeben wird, konnte sie bei den umfangreichen Befischungen von seiten der Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien und auch bei jenen des Autors an der österreichischen Donau in den letzten Jahren nicht nachgewiesen werden. Sie ist ein häufiger Fisch der Voralpenseen. In Kärnten ist die Seelaube jedoch nur auf den Wörthersee beschränkt, in Salzburg wurde sie in den Zeller See eingesetzt (JAGSCH, pers. Mitt.).

Umweltbundesamt/Federal Environment Agency – Austria M-087 (1997) 18 Fischfauna in Österreich – Fischartenspektrum in Österreich Aus den Voralpenseen wird in den letzten Jahren der Seerüßling oder die Mondsee-Zährte (Vimba elongata; Syn: Abramis elongatus) als eigene Art genannt. Tatsächlich dürfte es sich aber nur um eine Seen-Variation der Rußnase oder Blaunase (Vimba vimba; Syn: Abramis vimba) handeln. Letztere ist vor allem in den Stauhaltungen der Donau recht häufig anzutreffen. Bis zum Vorliegen eindeutiger systematisch-taxonomischer Beweise wird weiterhin nur die eine Art Vimba vimba in die Liste (Tab. 1) aufgenommen.

Der Sichling (Pelecus cultratus) war früher im Donaugebiet bis Passau vertreten (TEROFAL, 1984), ist heute aber als extrem selten zu betrachten (SCHIEMER et al., 1991a). Neueste Nachweise liegen auch aus der Grenzstrecke der March vor (SPINDLER et al., 1992). Große Populationen finden sich in Österreich derzeit nur im Neusiedler See (HERZIG et al., 1993).

Neben den autochthonen Cyprinidenarten wurden in Österreich mehrere Formen besetzt.

Am bekanntesten ist wohl der Amur oder Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella), der vor rund 20 Jahren aus Ostasien eingeführt wurde, um intensiven Pflanzenbewuchs in den Gewässern zu unterbinden. Der Besatz erfolgt vielfach gemeinsam mit dem südostasiatischen Tolstolob oder Silberkarpfen (Hypophthalmichthys molitrix), der sich hauptsächlich vom Phytoplankton ernährt. Ein weiterer Vertreter dieser Gattung ist der Marmorkarpfen (Hypophthalmichthys nobilis), der als Beifisch in der Karpfenteichwirtschaft vor allem in den angrenzenden Ostländern eingeführt wurde und fallweise in natürlichen Gewässern Ostösterreichs auftritt. All diese Fischarten reproduzieren aber nicht in den heimischen Gewässern;

ihr Bestand ist daher ausschließlich vom Besatz abhängig.

Im Gegensatz zu diesen, aus China stammenden, großwüchsigen Exoten (bis über 1 m) unter den Cypriniden wurden die kleinen 8-10 cm langen Blaubandbärblinge oder Pseudokeilfleckbarben (Pseudorasbora parva) vorerst in Teichwirtschaften und später durch Besatzmaßnahmen oder als Köderfische in die freien Gewässer Österreichs eingeschleppt. Heute werden sie gerne als Futterfische für die Zanderproduktion verwendet. Diese Art bildet reproduzierende Populationen, was in den letzten Jahren zu einer massiven Ausbreitung führte.

1982 wurde der Blaubandbärbling erstmals in der Marchmündung und in der Tullnmündung von WEBER (1984) dokumentiert. In letzter Zeit wurden diese Fische in der Lafnitz, in diversen oststeirischen Bächen, in Raab, Mur, Kainach, Sulm, im Neusiedlersee-Gebiet, in Pinka, Zaya, im Marcheinzugsgebiet, in Thaya, Braunaubach und in vielen Gewässern Ostösterreichs, ja sogar Kärntens, Salzburgs und Vorarlbergs gefunden (AHNELT, 1989a, WANZENBÖCK et al., 1991, SPINDLER, 1992, 1993, HONSIG-ERLENBURG & SCHULZ, 1989, GLECHNER et al., 1996, WAGNER pers. Mitt.).

2.1.10 Schmerlen (Cobitidae)

Die Schmerlen sind mit drei Arten in Österreich vertreten. Der Steinbeißer (Cobitis taenia) ist in Gräben, Bächen und Altarmen in allen Bundesländern beheimatet, aber schon recht selten zu finden. Der Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) fehlt in den westlichen Bundesländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg und ist in den übrigen Bundesländern sehr selten anzutreffen. Die umfangreichsten Schlammpeitzgerbestände finden sich heute nur noch im Donau-March-Thaya-Gebiet (KÄFEL, 1993). Die dritte Art, der Goldsteinbeißer (Cobitis aurata) wurde erst 1991 in Österreich erstmals beschrieben (KAINZ, 1991). Diese ursprünglich südosteuropäische Art breitete sich möglicherweise vom Osten her aus und erreichte über Ungarn und Jugoslawien kommend innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte den Südosten Österreichs. Möglicherweise wurde die Fischart aber bisher auch nur übersehen. Das Südburgenland (Lafnitz) und die Südoststeiermark (Grabenlandbäche) stellen heute die westlichste Verbreitungsgrenze des Goldsteinbeißers dar. Ein Einzelnachweis liegt auch aus der Leitha bei Pachfurth in Niederösterreich vor (WANZENBÖCK & SPINDLER, 1995). Bis vor kurzem wurde auch die Bachschmerle in der Familie der Cobitiden geführt. Sie wird nun der Familie der Balitoridae zugeordnet (FREYHOF, 1996).

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2.1.11 Bartgrundeln (Balitoridae) Diese Familie ist in Österreich durch die Bachschmerle oder Bartgrundel (Barbatula barbatula) vertreten. Diese Art wurde früher unter der Bezeichnung Noemacheilus barbatulus den Cobitidaen zugeordnet. Intensive Studien von KOTTELAT (1988, 1990) führten nun zu einer Veränderung der Familien- und Gattungszugehörigkeit dieser Art, welche in Österreich relativ häufig anzutreffen ist (KAINZ & GOLLMANN, 1989b).

2.1.12 Welse (Siluridae)

Der einzige heimische Vertreter dieser Familie ist der Wels (Silurus glanis), der in den Unterläufen der Flüsse und in temperierten Seen ganz Österreichs verbreitet ist bzw. besetzt wird.

Besonders starke Populationen finden sich heute noch an der Grenzstrecke von March und Thaya.

2.1.13 Zwergwelse (Ictaluridae)

Der Zwergwels (Ictalurus nebulosus; Syn: Ameiurus nebulosus) wurde 1885, aus Nordamerika kommend, nach Europa gebracht und vielerorts eingebürgert (ARNOLD, 1990). In Österreich kommt der Zwergwels in Altarmen der burgenländischen Lafnitz, der steirischen Raab sowie im Neusiedler- und Bodensee vor (TIEFENBACH, pers. Mitt.). Angaben von PENAZ & WOHLGEMUTH (1991), wonach der Zwergwels in der March vorkommt, konnten für den österreichischen Marchabschnitt nicht belegt werden (SPINDLER et al., 1992). Vor kurzem wurde im neu errichteten Marchfeldkanal der ebenfalls aus Nordamerika stammende Schwarze Zwergwels (Ictalurus melas) als Einzelfund nachgewiesen (SCHMUTZ et al., 1995). Selbstreproduzierende Populationen sind in Österreich nicht bekannt, weshalb er auch nicht in der Tabelle 1 geführt wird.

2.1.14 Dorschfische (Gadidae)

Diese Familie wird durch die Aalrutte (Lota lota; Syn: Gadus lota, Lota vulgaris) in Österreich repräsentiert. Ursprünglich war die Aalrutte in ganz Österreich verbreitet. Ihre Bestände sind aber bereits in vielen Gebieten sehr stark zurückgegangen (z. B. Donau) bzw. verschwunden (z. B. obere und mittlere Salzach, Tiroler Inn etc.).

2.1.15 Stichlinge (Gasterosteidae)

Entgegen der kürzlichen Feststellung, daß es sich beim Dreistacheligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) möglicherweise um eine autochthone Art im Einzugsgebiet des Rheins in Vorarlberg handelt – während das Vorkommen dieser Fischart im Donauraum und vielen Teichen und Seen Österreichs auf das Aussetzen durch Aquarianer zurückzuführen ist (AMANN, 1992) – konnte von AHNELT & AMANN (1994) festgestellt werden, daß es sich bei den Vorarlberger Stichlingen doch um die allochthone Formengruppe "trachurus" mit vollständig ausgebildeten Lateralplattenreihen handelt, deren Vorkommen im Rheintal und im Bodensee allerdings bereits im Jahre 1870 von HELLER festgestellt wurde.

Die zweite Stichlingsart, der Neunstachelige Stichling (Pungitius pungitius), wurde erstmals 1992 in Österreich entdeckt. AHNELT & PATZNER (1992) berichten über ein Vorkommen dieses Stichlings in einem Bach im Salzburger Stadtteil Aigen, wobei die erfolgreiche Reproduktion der Population anhand von Jungfischfängen dokumentiert werden konnte. Weiteres soll diese Fischart in Wiesengräben bei Sollenau (NÖ) vorkommen (KRAUS, pers. Mitt.).

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