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«European Commission Europäische Kommission Agriculture and Rural Development Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Inhalt 1. Die Wälder der EU: ...»

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Die EU ist ein wichtiger Akteur der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Wälder und Forstwirtschaft. Sie fördert neben ihrer Rolle im weltweiten Handel mit Forsterzeugnissen die nachhaltige Forstwirtschaft und die gute Verwaltungspraxis für die Wälder. Im Rahmen ihres Aktionsplans „Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor“ (Action Plan for Forest Law Enforcement, Governance and Trade, FLEGT ) bemüht sich die EU um die Eindämmung des illegalen Holzeinschlags. Der Aktionsplan mündete in ein FLEGT-Genehmigungssystem für die Überwachung und Kontrolle von Holzeinfuhren in die EU. Die EU greift ebenfalls auf ihre Programme im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit zurück, um die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Entwicklungsländern zu fördern und diese Länder dabei zu unterstützen, ihre Ressourcen besser zu schützen und zu nutzen.

FAP und Globalisierung Eine vor kurzem von der Europäischen Kommission durchgeführte Studie ergab, dass die Globalisierung die Entwicklung des europäischen Forstsektors begünstigt hat. Von 1985 bis 2005 konnte die EU den Exportanteil weltweit in den Kategorien Industrierundholz, Schnittholz, Holzplatten, Zeitungspapier, Drucker und Schreibpapier wesentlich anheben. In den Kategorien Zellstoff, Papier und Pappe hat sie jedoch an Boden verloren.

Die Studie fand ebenfalls heraus, dass Know-How, Qualität, Logistik, Institutionen usw. an der Bestimmung der Wettbewerbsposition in einer globalisierten Welt beteiligt sind. Die globale Entwicklung im Bereich Bioenergie wurde als entscheidend angesehen und sollte im Rahmen der EU Politik gefördert werden.

Ein knapperes Holzangebot, die Nachfrage des Energiesektors und eine zunehmende Nachfrage in aufstrebenden Märkten können zwischen 2005 und 2030 zu einem bedeutenden Anstieg der Nachfrage nach Forstrohstoffen und Industrieerzeugnissen der Holz verarbeitenden Industrie führen.

Die Studie steht unter folgender Adresse zur Verfügung:

http://ec.europa.eu/agriculture/analysis/external/viability_forestry/index_en.htm

HANDEL MIT FORSTERZEUGNISSEN

Der internationale Handel mit Forsterzeugnissen nimmt zu. Die EU gehört zu den weltweit größten Handelspartnern und Verbrauchern von Forsterzeugnissen und ist ein Nettoimporteur in diesem Bereich.

Der Außenhandel der EU 27 in der Holz verarbeitenden Industrie hat zwischen 2000 und 2007 stark zugenommen. Die stärkste Zunahme erfolgte innerhalb der letzten drei Jahre dieses Zeitraums. Die EU Exporte gingen insbesondere in die USA (11% aller Exporte), in die Schweiz (11%) und nach Russland (10%).

Die EU Importe in dieser Produktkategorie stammten aus China (15%), den USA (14%) und Brasilien (11%).

Der Handelsbilanzüberschuss der EU im Bereich der Produkte der Holz verarbeitenden Industrie nahm im o. g. Zeitraum zu und erreichte 2006 mit 8,5 Mrd. Euro einen Höchststand. Die Exporte von Zellstoff und Papier übertrafen bei weitem den Wert der Importe von Holz und Holzerzeugnissen.

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Die Entwicklung von EU Maßnahmen für den Forstsektor wird seit langem durch die enge Zusammenarbeit und Interaktion der Europäischen Kommission und der nationalen Regierungsvertreter und Akteure geprägt.

BEITRAG DER AKTEURE ZUR ENTWICKLUNG UND DURCHFÜHRUNG DES FAP

Die Konzipierung des FAP erforderte zahlreiche Konsultationen von Mitgliedstaaten und Akteuren sowie die Zusammenarbeit der Kommissionsdienststellen. Der Ständige Forstausschuss wurde mehrmals konsultiert. Der Ausschuss richtete drei thematische Arbeitsgruppen ein, die sich mit den strategischen Zielen und einzelnen Aktionen im Rahmen des FAP beschäftigen sollten.

Die Beratungsgruppe Forstwirtschaft und Kork wurde ebenfalls mehrmals konsultiert.

Sie umfasst Vertreter von (öffentlichen und privaten) Waldbesitzerorganisationen, von Forschungseinrichtungen, der Holz verarbeitenden Industrie, von Umwelt NRO, Forstgewerkschaften sowie des Holzhandels und von Verbrauchergruppen. Verschiedene andere Akteure, darunter auch die der Bürgergesellschaft, haben persönliche Beiträge geleistet.

STÄNDIGER FORSTAUSSCHUSS SFA

Der SFA wurde nicht nur in der Planungsphase des FAP herangezogen. Er setzt sich auch aktiv dafür ein, dass der FAP in der Praxis funktioniert, erleichtert den Erfahrungs- und Informationsaustausch, fördert die Zusammenarbeit des SFA mit den Akteuren und bereitet Empfehlungen zu bestimmten Themen vor.

BEITRÄGE ANDERER EU INSTITUTIONEN

Andere EU Institutionen beteiligten sich durch Stellungnahmen und Berichte an der Ausarbeitung des FAP. Insbesondere der Bericht des Europäischen Parlaments über die Umsetzung der EU Forststrategie enthielt eindeutige Empfehlungen zu Inhalt und Anwendungsbereich des Aktionsplans. Dieser und andere Berichte unterstrichen die Bedeutung von Wäldern, Forstwirtschaft und der Holz verarbeitenden Industrie in der EU. Der EU Ausschuss der Regionen und der Europäische Wirtschafts und Sozialausschuss sind ebenfalls eng an forstbezogenen Fragen und Forstpolitik beteiligt.

Voir: http://www.europarl.europa.eu/facts/4_2_0_fr.htm

9. Derentlichkeitdie FAP und Öff Fast alle Wälder und forstwirtschaftlichen Flächen stehen in der EU der Öffentlichkeit zur Verfügung, und es gibt immer mehr Platz für Erholung oder andere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Natur. Wälder gewähren Zugang zu landschaftlich und kulturell reizvollen Gebieten, die sich für soziale und umweltbezogene Aktivitäten wie Pilze und Beeren sammeln, Jagd und Tourismus eignen. Dies ist ein wichtiger Grund, warum Wälder für alle Bürger wichtig sind und warum Wälder als multifunktionell angesehen werden.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments (die direkt gewählten Vertreter der EU Bürger) haben im Rahmen von Debatten und Stellungnahmen zu Verbesserungsvorschlägen hinsichtlich der EU Aktivitäten und durch die die Vergabe von Studien über forstbezogene Fragen immer eine wichtige Rolle für die Entwicklung der EU-Forstmaßnahmen gespielt.

Der Beitrag, den die Wälder zur Lebensqualität der EU Bürger leisten, sollte insgesamt nicht unterschätzt werden. Länder mit geringer Waldfläche geben an, dass die Aufforstung für sie ein notwendiges Ziel bleibt, damit ihre Bürger in den Genuss der Waren und Dienstleistungen kommen, die von den Wäldern erbracht werden.

10. Der FAP – eine Erfolgsgeschichte

Die Maßnahmen der EU und ihrer Mitgliedstaaten im Forstsektor kommen einer ‚Erfolgsgeschichte’ gleich. Der FAP bemüht sich um die Unterstützung der Zusammenarbeit aller Betroffenen und um die Verbreitung der positiven Aspekte der Forstwirtschaft. Die Erarbeitung des FAP ist abgeschlossen und er wird durchgeführt; er ist Teil eines dynamischen Prozesses und wird an künftige Herausforderungen angepasst werden. Der Aktionsplan erstreckt sich über fünf Jahre (2007-2011), aber im Jahr 2009 soll eine Halbzeitbewertung und im Jahr 2012 eine endgültige Bewertung durchgeführt werden.

Der Aktionsplan bildet in erster Linie einen Rahmen für gemeinsame Maßnahmen der EU Länder und der Europäischen Kommission. Sein Erfolg hängt von der effektiven und engen Zusammenarbeit aller Beteiligten ab.

EINE LANGFRISTIGE PERSPEKTIVE

Die Annahme des Forstaktionsplans war ein wichtiger Meilenstein für die Gestaltung einer kohärenten Forstpolitik. Die Forststrategie aus dem Jahr 1998 bildete einen allgemeinen Rahmen für forstbezogene Maßnahmen, den der FAP in einen dynamischeren und zielgerichteteren Prozess umwandelte, mit dessen Hilfe effizient auf bevorstehende Herausforderungen reagiert werden kann. Und es wird sich um große Herausforderungen handeln.

Wälder sind für alle EU Bürger wichtig, nicht nur für die, die mit ihnen arbeiten und in ihrer Nähe leben. Ein wichtiges Ziel des FAP ist die Zusammenarbeit sowohl mit Fachkräften als auch mit der breiten Öffentlichkeit, um für die proaktive Bewirtschaftung unserer Wälder zu sensibilisieren und vor allem einen Anreiz für die Beteiligung an dieser Bewirtschaftung zu schaffen. Außerdem sollen die vielfachen Vorteile gesichert werden, die daraus resultieren können.

11. Informationsquellen

Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/agriculture/fore/index_de.htm Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission http://ec.europa.eu/enterprise/forest_based/index_en.html Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission http://ec.europa.eu/environment/forests/home_en.htm European Commission Joint Research Centre http://forest.jrc.ec.europa.eu/ European Forest Fire Information System (EFFIS) http://effis.jrc.ec.europa.eu/ European Forest Data Centre (EFDAC) http://efdac.jrc.ec.europa.eu

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*Einige Mobilfunkbetreiber gewähren keinen Zugang zu „00800“-Nummern oder berechnen möglicherweise eine Gebühr.



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